Psychotherapie bei Anhaltender Trauerstörung


Workshop für TherapeutInnen

"Was interessiert mich Trauer?" - Psychotherapie bei Anhaltender Trauerstörung

Ort: München Bayerstraße

Zeit: Freitag, 02.02.2018  14-18 Uhr | Samstag, 03.02.2018 10-18 Uhr | Sonntag 04.02.2018 10-17 Uhr

Zielgruppe: Ärztliche und Psychologische PsychotherapeutInnen, klinisch tätige PsychologInnen

Infos zur Dozentin: Dr. Gabriele Pfoh

Umfang: Insgesamt 20 Unterrichtseinheiten. Anerkannt von der Bayerischen Psychotherapeutenkammer mit 24 Fortbildungspunkten.

Anmeldegebühr: 450 Euro*

* umsatsteuefrei nach nach § 4 Nr. 22 UStG

Weitere Details entnehmen Sie bitte unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).

Unser besonderer Service für Sie

Dr. Gabriele Pfoh bietet ca. 6 Wochen nach dem Workshop eine 90-minütige Telefonkonferenz an. Die Workshop-Teilnehmer können sich ohne weitere Kosten einwählen, um eigene Patienten zu besprechen und Fragen vorzubringen, die sich nach der Fortbildung im beruflichen Alltag aufgetan haben.

Bonusmaterial

Grundlage für den Workshop ist das Hogrefe-Manual zur Behandlung der Anhaltenden Trauerstörung. Die TeilnehmerInnen und Teilnhemer des Workshop erhalten exklusiv Materialien, die nach Veröffentlichung des Manuals im Zuge konstanter Weiterentwicklung entstanden sind.

Zusätzliche Informationen

  • Mehr Informationen und wissenschaftlichen Hintergrund zur Anhaltenden Trauerstörung finden Sie hier.
  • Einen deutschsprachigen Fragebogen/Interview zur Diagnostik der Anhaltenden Trauerstörung (PG13+9) finden Sie zum kostenlosen Download hier.

 

Hintergrund

„Zwei Dinge sind sicher: Tod und Steuern“, sagt der Volksmund etwas flapsig. Von Trauer spricht er nicht. Dabei sei doch Trauer eines der größten Tabus unserer Gesellschaft (M. Bowen, 2004), aber wohl zu schwierig oder zu schmerzhaft, um sich damit auseinanderzusetzen. Der erlebte Verlust durch Tod einer uns wichtigen Person erweckt in uns Trauer. Zunächst beobachtete Unterschiede im Trauerverhalten verschiedener Menschen legten die Annahme nahe, dass es verschiedene Formen der Trauer gibt. Wissenschaftler aus den Bereichen der Psychologie, Medizin und Sozialwissenschaften gingen diesen Beobachtungen auf den Grund. Was wir bis dahin als sogenannte "normale Trauer" betrachteten, schien nicht auf alle Trauernden zuzutreffen. Was später abweichend zur normalen Trauer als "Komplizierte Trauer" bekannt wurde, ist heute empirisch validiert, heißt nun Anhaltende Trauer (AT), wird als Beschwerdebild anerkannt und verdient bei Bedarf psychotherapeutische Aufmerksamkeit und Behandlung. Das also interessiert uns! Für diese Anhaltende Trauer haben wir eine Kognitive Verhaltenstherapie für Erwachsene entwickelt und ihren Effekt im Rahmen einer ambulanten Einzeltherapie empirisch überprüft. Herausgestellt hat sich, dass unsere Behandlung äußerst hilfreich ist für Trauernde mit diesem Beschwerdebild. Seitdem haben wir haben dazugelernt und unsere ursprünglichen Erkenntnisse mit Updates versehen.

Inhalte

Dieser Workshop beschäftigt sich mit:
  • der Entwicklung und theoretischen Grundlagen der Trauerforschung,
  • kontroversen Aspekten zur Psychotherapie für AT,
  • der Abgrenzung zu etablierten Störungsbildern,
  • notwendigen Interventionen für komorbide Störungsbilder,
  • wichtigen Basics im Umgang mit Trauernden,
  • ausgewählten Inhalten und Interventionen unserer Kognitiven Verhaltenstherapie für AT, nämlich
    • Psychoedukation zum Thema AT
    • Sicherheitscheck (physisch, emotional)
    • Standortbestimmung („Welche Trauerarbeit wurde bereits geleistet?“)
    • Entwicklung eines Störungsmodells
    • Erstellung und der spezielle Einsatz eines Genogramms
    • Erstellung und Einsatz einer Life Line
    • Umgang mit sekundären Verlusten
    • Abklärung der alten und neuen sozialen Rollen und Aufgaben
    • Auseinandersetzung mit dysfunktionalen Kognitionen
    • Abschieds- und Brückenrituale (z.B. "Gang zum Grab", das Annehmen des "Erbes" und das Setzen eines Andenkens)
    • Bekundung der neuen Lebensinhalte
  • dem Umgang mit eigenen Verlusterfahrungen als eine Grundlage effektiver Psychotherapie.

Methoden

Der Workshop ermöglicht den TeilnehmerInen, ihr Wissen und ihre Erkenntnis über Trauer zu vertiefen, die Grundlagen dieser Einzeltherapie zu erlernen und einzelne Interventionen davon zu intensivieren. Im klinische Teil werden die einzelnen Behandlungsphasen Schritt für Schritt erörtert und die entsprechenden therapeutischen Techniken anhand von Beispielen vorgestellt. Präsentationen, Rollenspiele, Diskussionen und Kleingruppenarbeit prägen den Ablauf des Workshops. Beispiele aus der Praxis sind willkommen.

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