Traumapädagogik für die stationäre Jugendhilfe (IBE)


Fortbildungsreihe für pädagogische Fachkräfte

Traumapädagogik für die stationäre Jugendlhilfe (IBE)

caritasinstitutbildungentwicklung

Die Fortbildungsreihe wird in Zusammenarbeit mit der Caritas München angeboten.

Die vermittelten Methoden orientieren sich an den Standards zur Zusatzqualifikation „Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung“ nach den Empfehlungen der DeGPT und BAG Traumapädagogik.

Die Kursreihe ist vom Caritas Institut für Bildung und Entwicklung als berufliche Weiterbildung (IBE) zertifiziert.

Anmeldeschluss: 24.01.2018

Traumatisierte junge Menschen als pädagogische Fachkraft begleiten und unterstützen

Hintergrund

Viele Jugendliche in der der stationären Jugendhilfe haben in ihrer Lebensgeschichte traumatische Ereignisse einschließlich sexuellem Missbrauch und körperlicher Gewalt erlebt. Manche von ihnen leiden deshalb unter psychischen Symptomen, die eine deutliche Belastung bei den Jugendlichen und oft Hilflosigkeit oder Unsicherheit bei den pädagogischen Fachkräften hervorrufen.
Ziel der Weiterbildung ist das Entwickeln einer traumainformierten und traumasensiblen Haltung, das Erlernen von konkreten Methoden für den kompetenten Umgang mit traumatisierten Jugendlichen im pädagogischen Alltag und das Reflektieren der eigenen Position als Helfer/in.

Inhalte

  • Grundlagen zu Trauma und Traumafolgestörungen, Erkennen von Störungen und Ressourcen
  • konkrete Hilfsmaßnahmen für junge traumabelastete Menschen mit psychischen Auffälligkeiten im pädagogischen Setting der stationären Jugendhilfe
  • praktische Umsetzung von Unterstützungsmaßnahmen innerhalb der konkreten Rahmenbedingungen des eigenen Arbeitsfelds und Förderung einer fachübergreifenden Zusammenarbeit
  • Aufklärung über und Anbahnung von Therapien für traumatisierte Jugendliche
  • Besonderheiten der Beziehungsgestaltung
  • Stärkung interkultureller Kompetenzen und Sensibilität für Flucht- und Migrationshintergrund

Methoden

Neben der Vermittlung theoretischer Inhalte stehen vor allem praktische Übungen und die Anwendung des Gelernten auf konkrete Jugendliche im Vordergrund. Schwierigkeiten können in der Seminargruppe vorgebracht werden, um gemeinsam nach Lösungswegen zu suchen. Selbstreflexion und Methoden der Selbstfürsorge sollen den TeilnehmerInnen dabei helfen, eigene Stärken einzusetzen, konstruktiv mit eigenen Grenzen umzugehen und sich vor Überforderung zu schützen.

Detailinformationen zum Ablauf und zur Anmeldung einblenden

Umfang: 64 Unterrichtseinheiten (8 Tage) in 4 Modulen

Ort und Zeiten: München Marsstraße | jeweils 9-17 Uhr

Zielgruppe: Pädagogische Fachkräfte in der Jugendhilfe, Sozialarbeiter/-innen, Erzieher/-innen, Lehrkräfte, Leitungen stationärer Jugendhilfeeinrichtungen.

Anmeldegebühr: 1.160 Euro*

(990 Euro* aus Einrichtungen in der Trägerschaft des Caritas Verbandes der Erzdiözese München und Freising sowie angeschlossener Werke)

* umsatzsteuerfrei nach § 4 Nr. 21b UStG

Seminarorganisation und Anmeldung über das Caritas Institut für Bildung und Entwicklung. Verantwortlich für die Durchführung und Vertragspartner ist das Caritas Institut für Bildung und Entwicklung.

Workshop 1 | Dr. Patrick Fornaro

Psychische Gesundheit von traumatisierten Jugendlichen: Probleme und Ressourcen erkennen und verstehen

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Die Teilnehmenden

  • lernen Grundlagen über traumatische Ereignisse, Reaktionen
    auf traumatische Ereignisse sowie Traumafolgestörungen
    kennen
  • lernen Grundlagen zur psychischen Gesundheit von
    traumatisierten jungen Menschen kennen (Häufigkeit, Ausmaß,
    Erklärungsmöglichkeiten verschiedener Störungen,
    Zusammenspiel aus Risiko- und Schutzfaktoren)
  • können emotionale Probleme und Verhaltensauffälligkeiten im
    Rahmen von psychischer Erkrankung, kulturellen
    Besonderheiten, Entwicklungsaufgaben und Lernverhalten
    einordnen und flexibel betrachten
  • setzen sich mit persönlichen Stärken und Grenzen der
    Fachkraft sowie mit Ressourcen und Hürden im Arbeitsumfeld
    auseinander.

Infos zum Dozenten: Dr. Patrick Fornaro

München | 09.-10.03.2018

Workshop 2 | Dr. Agnes Nocon

Unterstützungsmöglichkeiten für traumabelastete Jugendliche im pädagogischen Alltag 1: Grundlagen der Stabilisierung

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Die Teilnehmenden

  • lernen Aufklärung über PTBS kennen und anzuwenden
  • können Psychoedukation über mögliche notwendige
    Maßnahmen (Psychotherapie, Psychopharmakotherapie) an
    Betroffene geben und diese kultursensibel begleiten
  • sammeln und erkennen spezifische Ressourcen von
    traumabelasteten Jugendlichen und können Übungen zur
    Ressourcenaktivierung anwenden
  • erwerben konkrete Strategien zur Stabilisierung traumatisierter
    Jugendlicher im Alltag: strukturelle, äußere und soziale
    Stabilisierung; Techniken für Selbstfürsorge, Entspannung und
    Selbstregulation; Umgang mit belastenden Gefühlen und
    Gedanken; symptomspezifische Techniken
  • lernen, die Strategien zur Ressourcenaktivierung und
    Stabilisierung auch selbst als Hilfestellungen bei der eigenen
    Selbstfürsorge anzuwenden.

Infos zur Dozentin: Dr. Agnes Nocon

München | 26.-27.04.2018

Workshop 3 | Dr. Nicole Szesny

Besonderheiten in der Beziehungsgestaltung mit traumabelasteten Jugendlichen: Stolpersteine würdigen und verändern

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Die Teilnehmenden

  • beschäftigen sich mit den individuellen Bedürfnissen von
    traumabelasteten Jugendlichen bei der Gestaltung
    zwischenmenschlicher Beziehungen
  • entwickeln Interventionsmöglichkeiten, die sich sowohl an
    Verständnis und Wertschätzung als auch an der Notwendigkeit
    von Problemlösung und Verhaltensänderung orientieren
  • reflektieren die Interaktionen mit traumabelasteten
    Jugendlichen vor dem Hintergrund der eigenen
    Lebenserfahrung und Lerngeschichte
  • leiten daraus Möglichkeiten zur Selbstfürsorge und Entlastung
    der Fachkraft ab.

Infos zur Dozentin: Dr. Nicole Szesny

München | 08.-09.06.2018

Workshop 4 | Dr. Johanna Unterhitzenberger

Unterstützungsmöglichkeiten für traumabelastete Jugendliche im pädagogischen Alltag 2: Prävention von und Umgang mit Krisen

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Die Teilnehmenden

  • lernen Möglichkeiten und Grenzen für die Unterstützung und
    Begleitung spontaner Traumaverarbeitungsprozesse kennen
  • können die Jugendlichen in der Emotionswahrnehmung und
    -regulation unterstützen und ihre Rolle als Modell erkennen und
    vertiefen
  • vertiefen Strategien für den Umgang mit Verhaltensproblemen
    auf Individual- und Gruppenebene
  • erarbeiten und üben Maßnahmen für herausfordernde
    Situationen und Krisensituationen (dissoziative Zustände,
    selbstschädigendes und suizidales Verhalten, akute
    Traumatisierung)
  • erlernen Strategien für die Entlastung der Fachkraft in
    Zusammenhang mit schweren Symptomen und Krisen.

Dozentin: Dr. Johanna Unterhitzenberger

München | 19.-20.07.2018

Seminarorganisation und Anmeldung über das Caritas Institut für Bildung und Entwicklung. Verantwortlich für die Durchführung und Vertragspartner ist das Caritas Institut für Bildung und Entwicklung.

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