ICD-11 führt Komplexe PTBS und Anhaltende Trauerstörung ein


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ICD-11 führt Komplexe PTBS und Anhaltende Trauerstörung ein

Mitte Juni 2018 wurde die ICD-11 offiziell von der WHO in Genf vorgestellt. Bei den Störungen in Zusammenhang  mit dem Erleben besonderer Belastungen gab es einige wichtige Änderungen.

So entfällt in der neuen Fassung der ICD die Diagnose der Akuten Belastungsreaktion. Neben der Posttraumatischen Belastungsstörung wurde die Komplexe PTBS in die Diagnosenliste aufgenommen. Neu hinzugekommen ist auch die Diagnose der Anhaltenden Trauerstörung.

Die „klassische“ Posttraumatische Belastungsstörung in der ICD-11 entspricht weitgehend der bisherigen PTBS-Definition mit den drei Symptomgruppen Wiedererleben, Vermeidung und Übererregung, auch wenn die genaue Formulierung der Symptome weiterentwickelt wurde.

Die Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung umfasst – neben den Symptomen aus den drei klassischen Symptomgruppen – Probleme in der Emotionsregulation, ein negatives Selbstbild verbunden mit Gefühlen von Scham, Schuld oder Versagen sowie Schwierigkeiten in den Beziehungen zu anderen Personen.

Die Anhaltende Trauerstörung beschreibt intensive Sehnsucht nach oder dauernde Beschäftigung mit einer nahestehenden Person, noch ungewöhnlich lange nach deren Tod, begleitet von starkem emotionalen Schmerz, immer dann, wenn Beeinträchtigungen in wichtigen Lebensbereichen enstehen.

Die genauen Störungsdefinitionen können auf folgender kostenloser Internetseite nachgelesen werden: https://icd.who.int/browse11. 2019 soll die neueste Fassung der Klassifikation dann durch die Weltgesundheitsversammlung verabschiedet werden. Noch gibt es keine offiziellen Angaben, wann die ICD-11 in Deutschland eingeführt wird.

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