Traumapädagogik für die Jugendhilfe (Caritas IBE)


Fortbildungsreihe für pädagogische Fachkräfte

Traumapädagogik für die Jugendhilfe (IBE)

Die Fortbildungsreihe wird in Zusammenarbeit mit der Caritas München angeboten.

Die vermittelten Methoden orientieren sich an den Standards zur Zusatzqualifikation „Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung“ nach den Empfehlungen der DeGPT und BAG Traumapädagogik.

Die Kursreihe ist vom Caritas Institut für Bildung und Entwicklung als berufliche Weiterbildung (IBE) zertifiziert.

Weitere Informationen:

Fr. Monika Nicklas
089/55169-227
Monika.Nicklas@caritasmuenchen.de

Traumatisierte junge Menschen als pädagogische Fachkraft begleiten und unterstützen

Hintergrund

Viele Jugendliche in der der Jugendhilfe haben in ihrer Lebensgeschichte traumatische Ereignisse einschließlich sexuellem Missbrauch und körperlicher Gewalt erlebt. Manche von ihnen leiden deshalb unter psychischen Symptomen, die eine deutliche Belastung bei den Jugendlichen und oft Hilflosigkeit oder Unsicherheit bei den pädagogischen Fachkräften hervorrufen.
Ziel der Weiterbildung ist das Entwickeln einer traumainformierten und traumasensiblen Haltung, das Erlernen von konkreten Methoden für den kompetenten Umgang mit traumatisierten Jugendlichen im pädagogischen Alltag und das Reflektieren der eigenen Position als Helfer/in.

Inhalte

  • Grundlagen zu Trauma und Traumafolgestörungen, Erkennen von Störungen und Ressourcen
  • konkrete Hilfsmaßnahmen für junge traumabelastete Menschen mit psychischen Auffälligkeiten im pädagogischen Setting der stationären und ambulanten Jugendhilfe
  • praktische Umsetzung von Unterstützungsmaßnahmen innerhalb der konkreten Rahmenbedingungen des eigenen Arbeitsfelds und Förderung einer fachübergreifenden Zusammenarbeit
  • Aufklärung über und Anbahnung von Therapien für traumatisierte Jugendliche
  • Besonderheiten der Beziehungsgestaltung
  • Stärkung interkultureller Kompetenzen und Sensibilität für Flucht- und Migrationshintergrund

Methoden

Neben der Vermittlung theoretischer Inhalte stehen vor allem praktische Übungen und die Anwendung des Gelernten auf konkrete Jugendliche im Vordergrund. Schwierigkeiten können in der Seminargruppe vorgebracht werden, um gemeinsam nach Lösungswegen zu suchen. Selbstreflexion und Methoden der Selbstfürsorge sollen den TeilnehmerInnen dabei helfen, eigene Stärken einzusetzen, konstruktiv mit eigenen Grenzen umzugehen und sich vor Überforderung zu schützen.

Umfang: 32 Unterrichtseinheiten (4 Tage) in 2 Modulen

Zielgruppe: Pädagogische Fachkräfte in der Jugendhilfe, Sozialarbeiter/-innen, Erzieher/-innen, Lehrkräfte, Leitungen stationärer Jugendhilfeeinrichtungen.

Ort: München Marsstraße 22 (klicken für mehr Informationen)

Zeit: 9 – 17 Uhr

Anmeldegebühr: 650,- Euro*

* umsatzsteuerfrei nach § 4 Nr. 21b UStG

Seminarorganisation und Anmeldung über das Caritas Institut für Bildung und Entwicklung. Verantwortlich für die Durchführung und Vertragspartner ist das Caritas Institut für Bildung und Entwicklung.

Workshop 1 | Dr. Patrick Fornaro

Unterstützungsmöglichkeiten für traumabelastete Jugendliche im pädagogischen Alltag: Probleme verstehen und Ressourcen stärken

Die Teilnehmenden

  • lernen Grundlagen über traumatische Ereignisse, Reaktionen auf traumatische Ereignisse sowie Traumafolgestörungen kennen und dieses Wissen an Betroffene weiterzugeben
  • können emotionale Probleme und Verhaltensauffälligkeiten im Rahmen von psychischer Erkrankung, kulturellen Besonderheiten, Entwicklungsaufgaben und Lernverhalten einordnen und flexibel betrachten
  • sammeln und erkennen spezifische Ressourcen von traumabelasteten Jugendlichen und können Übungen zur Ressourcenaktivierung anwenden
  • erwerben konkrete Strategien zur Stabilisierung traumatisierter Jugendlicher im Alltag: strukturelle, äußere und soziale Stabilisierung; Techniken für Selbstfürsorge, Entspannung und Selbstregulation; Umgang mit belastenden Gefühlen und Gedanken; symptomspezifische Techniken
  • erarbeiten Maßnahmen für herausfordernde Situationen auf Individual- und Gruppenebene sowie für Krisensituationen (dissoziative Zustände, selbstschädigendes und suizidales Verhalten, akute Traumatisierung).

Infos zum Dozenten: Dr. Patrick Fornaro

 

München | 07. - 08.05.20120

Workshop 2 | Dr. Nicole Szesny-Mahlau

Besonderheiten in der Beziehungsgestaltung mit traumabelasteten Jugendlichen: Bedürfnisse der Betroffenen und Selbstfürsorge der Fachkraft

Die Teilnehmenden

  • beschäftigen sich mit den individuellen Bedürfnissen von
    traumabelasteten Jugendlichen bei der Gestaltung
    zwischenmenschlicher Beziehungen
  • entwickeln Interventionsmöglichkeiten, die sich sowohl an
    Verständnis und Wertschätzung als auch an der Notwendigkeit
    von Problemlösung und Verhaltensänderung orientieren
  • reflektieren die Interaktionen mit traumabelasteten
    Jugendlichen vor dem Hintergrund der eigenen
    Lebenserfahrung und Lerngeschichte
  • leiten daraus Möglichkeiten zur Selbstfürsorge und Entlastung der Fachkraft ab und erlernen Strategien für die Entlastung der Fachkraft in Zusammenhang mit schweren Symptomen und Krisen
  • setzen sich mit eigenen Stärken und Grenzen sowie mit Ressourcen und Hürden im Arbeitsumfeld auseinander.

Infos zur Dozentin: Dr. Nicole Szesny

München | 01. - 02.07.2020

Seminarorganisation und Anmeldung über das Caritas Institut für Bildung und Entwicklung. Verantwortlich für die Durchführung und Vertragspartner ist das Caritas Institut für Bildung und Entwicklung.

Weitere Angebote für pädagogische Fachkräfte

MEIN WEG | JUNGE GEFLÜCHTETE

Workshop plus Supervision

München | ab September 2019

Kostenlos zum Download

HIER können Sie kostenlose Materialien für das Case-Management bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund herunterladen.

Stellen Sie uns
Ihre Fragen.

Lernen Sie unser
Programm kennen.

Bleiben Sie auf dem
neuesten Stand.